automatisch fahrerlos fahrendes
Absicherungsfahrzeug
für Arbeitsstellen auf Bundesautobahnen

Konsortium

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die technisch-wissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Mit ihren Forschungsergebnissen gibt die BASt in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen zum Straßenwesen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen. Darüber hinaus ist die BASt bei der Erarbeitung und Harmonisierung von Richtlinien und Normen im nationalen, europäischen und internationalen Bereich maßgeblich beteiligt und verbessert mit ihrer Arbeit die Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der Straße und des Straßenverkehrs.

Expertise zur rechtlichen Beurteilung verschiedener Fahrerassistenzsysteme erlangte die BASt aufgrund ihrer nationalen und internationalen Projektbeteiligung, u.a. an den Projekten interactIVe,  ASSESS, AKTIV, UR:BAN und KONVOI. Insbesondere wurde die Arbeitsgruppe zu „Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung“ durch die BASt initiiert und geleitet. Die projektbezogene Kompetenz der BASt zum „aFAS“ ergibt sich explizit aus dem Projekt Technik für den Straßenbetriebsdienst“ welches im Jahr 2013 seine Abschluss gefunden hat. Innerhalb dieses Projektes wurde aufgrund des Teilprojektes „Informations- und Kommunikationstechniken zur Optimierung des Betriebsmanagements“ deutlich, dass die Anwendung autonomer Fahrzeuge im Betriebsdienst eine Reduktion der Gefährdung des Personals bieten kann. Daher wurde in einer ergänzenden Untersuchung der Entwicklungsansatz „Autonomes Fahren für den Straßenbetriebsdienst“ konkretisiert. Die Kompetenz der BASt ergibt sich aus der interdisziplinären Zusammensetzung, ihrer Nähe zur Entwicklung fahrzeugtechnischer Vorschriften und der Fokussierung auf zu automatisierten Fahrfunktionen.


Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) zählt mit 8 650 Studierenden zu den größten und forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F&E) im Mittelpunkt. Der Ausbau der angewandten Forschung ist daher auch eines der zentralen strategischen Ziele der Hochschule. Das Forschungsprofil der HsKA wird durch drei interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte geprägt, die sich jeweils über mehrere Fakultäten bzw. Forschungsinstitute erstrecken: „Energieeffizienz und Mobilität“, „Intelligente Systeme“ sowie „Materialien, Prozesse und Systeme“. Im Bereich Verkehr entstand durch die neuen Studiengänge „Verkehrssystemmanagement“ und „Infrastructure Engineering“ ein neuer Schwerpunkt, der fakultätsübergreifend durch sieben Professuren repräsentiert wird.

An der HsKA wird das Projekt aFAS unter Leitung von Prof. Dr. Christian Holldorb am Institut für Verkehrsplanung und Infrastrukturmanagement (IVI) bearbeitet. Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten von Prof. Holldorb als Mitinitiator des Projekts aFAS ist das Straßen- und Verkehrswesen, speziell der Straßenbetriebsdienst. Durch ihn wurde u. a. die Studie „Autonomes Fahren für den Straßenbetriebsdienst“ (BASt-Bericht V 225, Teil 2) erstellt, in der die Idee und grundsätzliche Machbarkeit für das Projekt aFAS untersucht wurden.

An der HsKA werden im Projekt aFAS folgende Forschungsschwerpunkte bearbeitet:

  • Definition der Anforderungen und Einsatzbedingungen des Straßenbetriebsdienstes
  • Untersuchung der Folgen für den Straßenbetriebsdienst
  • Untersuchungen zu den möglichen verkehrlichen Auswirkungen

TU Braunschweig - Institut für Regelungstechnik

Die beiden Kerngebiete der Arbeitsgruppe Elektronische Fahrzeugsysteme des Instituts für Regelungstechnik an der TU Braunschweig sind das Automatisierte Fahren und die Fahrzeugsystemtechnik.

In der Forschungsgruppe Autonomes Fahren/Fahrerassistenz untersuchen wir, welche Fähigkeiten Fahrzeuge benötigen, um erfolgreich am öffentlichen Straßenverkehr mit menschlichen und technischen Fahrern teilzunehmen. Dabei interessieren uns geeignete Wahrnehmungsalgorithmen ebenso wie Formen der internen Wissensrepräsentation, Methoden der Steuerungs- und Regelungstechnik und Testverfahren und Testwerkzeuge (z. B. Unterbeauftragung in UR:BAN Kognitive Assistenz). Im internen Leadprojekt Stadtpilot, fahren wir mit unserem Versuchsträger automatisiert auf dem Braunschweiger Stadtring. Dadurch können wir seit 2010 Erfahrungen mit dem automatisierten Betrieb von Fahrzeugen in städtischer Umgebung sammeln.

Das Kraftfahrzeug als System betrachten wir in der Gruppe Fahrzeugsystemtechnik und erforschen neue Werkzeuge und Prozesse zu Entwicklung, Test und Diagnose von elektronischen Fahrzeugsystemen (z. B. BMWi-Projekt aFAS, Forschungsfahrzeug MOBILE, DFG-Projekt CCC). Für verschiedene Anwendungen werden Simulationen entworfen und weiterentwickelt, die von Model-in-the-Loop (MIL) über Software-in-the-Loop (SIL), Hardware-in-the-Loop (HIL) bis zu Vehicle-in-the-Loop (VIL) reichen.


ZF TRW

2015 wurde TRW Automotive durch den globalen Zulieferer der Automobilbranche ZF Friedrichshafen AG übernommen. ZF TRW ist nun eine Division der Muttergesellschaft, mit ihrem Hauptstandort in Livonia, Michigan.

ZF TRW ist ein Entwicklungs- und Herstellungsunternehmen aktiver und passiver Sicherheitssysteme. Die Grundlage von ZF TRWs Erfolg besteht in der konsequenten Ausrichtung auf bessere Technologien mit der höchsten Qualität, die weltweit zu finden ist. ZF TRW hat das umfangreichste Portfolio an aktiven und passiven Sicherheitssystemen von allen Zulieferern. Rund 90 % des ZF TRW Geschäftvolumens hängen direkt oder indirekt mit Sicherheit zusammen. Das Unternehmen beliefert über 40 große Fahrzeughersteller, mehr als 250 Fahrzeugtypen werden weltweit mit Komponenten von ZF TRW ausgerüstet.

Die Welt der Automobilsicherheit ist rapiden Wandlungen unterworfen, da die Annäherungen zwischen aktiven und passiven Sicherheitssystemen sich zur Grundlage für automatisierte Fahrfunktionen entwickelt. ZF TRW ist bereits mit zahlreichen Sensoren und Funktionen für assistiertes Fahren in den großen Märkten der Welt etabliert, zum Beispiel adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Tote-Winkel-Erkennung, Spurwechselassistent sowie Notbremsassistent und Kollisionsminderung. Die hier erworbene Expertise wird in der Entwicklung von teil- und vollautomatisierten Fahrfunktionen gebündelt und ermöglicht es ZF TRW die im aFAS Konsortium benötigte redundante, vorwärtsgerichte Umfeldwahrnehmung aus einer Kamera und drei Radaren zu entwickeln.


WABCO

WABCO ist ein weltweit führender Zulieferer von Technologien und Steuersystemen für die Sicherheit und Effizienz von Nutzfahrzeugen.

Federführend in der Entwicklung von Technologien für Brems-, Stabilitäts-, und automatisierte Antriebssysteme für Lkw-, Anhänger- und Bushersteller weltweit, reicht das Portfolio des Unternehmens zu aktiven Sicherheitssystemen von Lösungen für die Integration von konventionellen Anti-Blockier-Systemen (ABS)  bis hin zu fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen.

1869 von George Westinghouse, dem Erfinder der Druckluftbremse, als die Westinghouse Air Brake Company (WABCO) gegründet, leistet das Unternehmen seither erfolgreiche Pionierarbeit in Sachen Fahrzeugregel- und Bremstechnologie für die Nutzfahrzeugindustrie wie zum Beispiel:

  • 1981 – Erstes Anti-Blockier-System für Nutzfahrzeuge (ABS)
  • 1996 – Erstes elektronisches Bremssystem (EBS)
  • 2001 – Erste elektronische Stabilitätssteuerung (ESC)
  • 2007 – Erstes Kollisionswarn- und -minderungssystem mit aktiver Einbremsung (CMS)
  • 2008 – Erstes autonomes Not-Bremssystem (AEBS)
  • 2012 – Erstes standardisiertes elektronisches Bremssystem (EBS) für Lastkraftwagen und Busse mit Hybridantrieb
  • 2014 – Erste modulare Bremssystem-Plattform (mBSP™) 

„Gern bringen wir unsere Expertise in Sachen Bremssystem und Systemintegration in dieses interessante Innovationsprojekt ein, um damit sowohl einen Forschungsbeitrag zu einem konkreten Anwendungsfall für das ,Autonome Fahren‘ zu leisten, als auch die Sicherheit auf den Straßen der Zukunft signifikant zu verbessern,“ sagt Ralph-Carsten Lülfing, WABCO Projektleiter aFAS und Chief Engineer Innovation & Future Trends.


Robert Bosch Automotive Steering GmbH

Im Rahmen des aFAS-Projektes erarbeitet Bosch Automotive Steering die zukünftigen Anforderungen für mechatronische Nkw-Lenksysteme und erforscht die Auswirkungen auf Komponenten, Schnittstellen und Fahrzeuginfrastruktur. Die Grundlagenentwicklung von Lenksystemen für das hoch- und vollautomatisierte Fahren, steht dabei im Vordergrund.

Wir gehören zu den weltweit führenden Automobilzulieferern für Lenkungstechnik. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben innovative Lenksysteme, Lenksäulen und Lenkungspumpen für Personenkraftwagen (Pkw) und Nutzkraftwagen (Nkw).

Wir schaffen mit unseren innovativen und marktgerechten Problemlösungen höchster Qualität einen Mehrwert für unsere Kunden und Mitarbeiter. In allem, was wir tun, wollen wir zu den Besten gehören.

Unser Hauptsitz befindet sich Schwäbisch Gmünd. Hier arbeiten über 6.000 Mitarbeiter/innen. In Deutschland gibt es außerdem Werke in Berlin, Bietigheim und Bremen. Weltweit beschäftigen wir über 14.000 Mitarbeiter an 20 Standorten in acht Ländern.

1999 wurde das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH von der Robert Bosch GmbH und der ZF Friedrichshafen AG gegründet. Am 30. Januar 2015 vollzog Bosch die komplette Übernahme. Seit 11. März 2015 firmieren wir unter Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Innerhalb der Bosch-Gruppe gehören wir zum Unternehmensbereich Mobility Solutions.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 nach vorläufigen Zahlen mit 41,7 Milliarden Euro 60 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Techno-logieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssys-teme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches ‚ Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.


MAN Truck & Bus AG

MAN Truck & Bus ist einer der führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller und Anbieter von Transportlösungen mit jährlich rund 9 Milliarden Euro Umsatz (2015). Das Produktportfolio umfasst Lkw, Busse und Dieselmotoren sowie Dienstleistungen rund um Personenbeförderung und Gütertransport. MAN Truck & Bus beschäftigt weltweit mehr als 35 500 Mitarbeiter.

Ein wichtiges Themengebiet der aktuellen Forschung ist das automatisierte Fahren von Nutzfahrzeugen. MAN ist auf diesem Gebiet seit Jahren erfolgreich. Als jüngstes Beispiel ist die elektronisch gekoppelte Fahrt zweier MAN LKWs von München nach Rotterdam im Rahmen der European Truck Platooning Challenge im April diesen Jahres anzuführen. Diese Erfahrung bringt MAN in das Projekt ein und hat die Verantwortung für die Realisierung des Gesamtfahrzeugs.

Im Projekt aFAS entwickelt MAN in Zusammenarbeit mit den technischen Projektpartnern das automatisiert fahrende Absicherungsfahrzeug. MAN ist für die Themen Fahrfunktion, Funkkommunikation, HMI und Gesamtfahrzeug verantwortlich.


Hessen Mobil

Mobilität ist die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement arbeitet deshalb täglich für ein leistungsstarkes und zukunftsfähiges Verkehrssystem, das auf die Vernetzung aller Verkehrsträger, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit setzt. Wir planen, bauen, unterhalten und managen daher Hessens gesamtes außerörtliches Straßennetz – von der Kreisstraße bis zur Bundesautobahn. Kurzum: Wir sichern Mobilität in Hessen – jetzt und in Zukunft.

Über 53 Millionen Passagiere pro Jahr am Rhein-Main-Flughafen, 350.000 Reisende täglich auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, mehr als 335.000 Fahrzeuge pro Tag am Autobahnkreuz Frankfurt – und dies mit steigender Tendenz: Hessen ist aufgrund seiner zentralen Lage in Europa eine der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben des Kontinents. Es liegt in unser aller Interesse, dass daraus kein Engpass wird. Deshalb gilt es, den vorhandenen Verkehrsraum noch intelligenter und effizienter zu nutzen. Hessen Mobil sorgt dafür: mit zwölf leistungsstarken Standorten, der Verkehrszentrale Hessen und insgesamt 60 Straßen- und Autobahnmeistereien. Unser Ziel:  einen reibungslosen Betrieb und Verkehrsablauf für alle Verkehrsteilnehmer garantieren.

Das Projekt aFAS hat aus Sicht von Hessen Mobil als höchste Priorität den Schutz der Mitarbeiter des Straßenbetriebsdienstes. Bereits durch die Entwicklung eines als bundesweit vorbildlich geltenden Baustellenmanagements hat Hessen Mobil durch definierte Arbeitsabläufe viel zum Schutz der Mitarbeiter beigetragen und zusätzlich die Auswirkungen auf den Verkehr und somit die Verkehrssicherheit erhöht.

Durch die enge Zusammenarbeit der Abteilungen Verkehr und Betrieb wird bei der Entwicklung des fahrerlosen Absicherungsfahrzeuges auf die Benutzerfreundlichkeit für das Betriebsdienstpersonal eingegangen. Die Erfahrungen des Betriebsdienstes dienen zudem der Ausarbeitung des funktionalen Sicherheitskonzeptes, das als Grundlage für die Erarbeitung der Genehmigung für den Erprobungsbetrieb dient. Vertrauen und Verantwortung, Transparenz und Zuverlässigkeit, Dialogfähigkeit und Konstanz, Fachkompetenz und Effizienz sind wesentliche Voraussetzungen einer guten und langfristig erfolgreichen Zusammenarbeit. Hessen Mobil setzt diese Philosophie jeden Tag für Sie um.

Konsortium

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die technisch-wissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Mit ihren Forschungsergebnissen gibt die BASt in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen zum Straßenwesen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen. Darüber hinaus ist die BASt bei der Erarbeitung und Harmonisierung von Richtlinien und Normen im nationalen, europäischen und internationalen Bereich maßgeblich beteiligt und verbessert mit ihrer Arbeit die Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der Straße und des Straßenverkehrs.

Expertise zur rechtlichen Beurteilung verschiedener Fahrerassistenzsysteme erlangte die BASt aufgrund ihrer nationalen und internationalen Projektbeteiligung, u.a. an den Projekten interactIVe,  ASSESS, AKTIV, UR:BAN und KONVOI. Insbesondere wurde die Arbeitsgruppe zu „Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung“ durch die BASt initiiert und geleitet. Die projektbezogene Kompetenz der BASt zum „aFAS“ ergibt sich explizit aus dem Projekt Technik für den Straßenbetriebsdienst“ welches im Jahr 2013 seine Abschluss gefunden hat. Innerhalb dieses Projektes wurde aufgrund des Teilprojektes „Informations- und Kommunikationstechniken zur Optimierung des Betriebsmanagements“ deutlich, dass die Anwendung autonomer Fahrzeuge im Betriebsdienst eine Reduktion der Gefährdung des Personals bieten kann. Daher wurde in einer ergänzenden Untersuchung der Entwicklungsansatz „Autonomes Fahren für den Straßenbetriebsdienst“ konkretisiert. Die Kompetenz der BASt ergibt sich aus der interdisziplinären Zusammensetzung, ihrer Nähe zur Entwicklung fahrzeugtechnischer Vorschriften und der Fokussierung auf zu automatisierten Fahrfunktionen.


Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) zählt mit 8 650 Studierenden zu den größten und forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F&E) im Mittelpunkt. Der Ausbau der angewandten Forschung ist daher auch eines der zentralen strategischen Ziele der Hochschule. Das Forschungsprofil der HsKA wird durch drei interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte geprägt, die sich jeweils über mehrere Fakultäten bzw. Forschungsinstitute erstrecken: „Energieeffizienz und Mobilität“, „Intelligente Systeme“ sowie „Materialien, Prozesse und Systeme“. Im Bereich Verkehr entstand durch die neuen Studiengänge „Verkehrssystemmanagement“ und „Infrastructure Engineering“ ein neuer Schwerpunkt, der fakultätsübergreifend durch sieben Professuren repräsentiert wird.

An der HsKA wird das Projekt aFAS unter Leitung von Prof. Dr. Christian Holldorb am Institut für Verkehrsplanung und Infrastrukturmanagement (IVI) bearbeitet. Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten von Prof. Holldorb als Mitinitiator des Projekts aFAS ist das Straßen- und Verkehrswesen, speziell der Straßenbetriebsdienst. Durch ihn wurde u. a. die Studie „Autonomes Fahren für den Straßenbetriebsdienst“ (BASt-Bericht V 225, Teil 2) erstellt, in der die Idee und grundsätzliche Machbarkeit für das Projekt aFAS untersucht wurden.

An der HsKA werden im Projekt aFAS folgende Forschungsschwerpunkte bearbeitet:

  • Definition der Anforderungen und Einsatzbedingungen des Straßenbetriebsdienstes
  • Untersuchung der Folgen für den Straßenbetriebsdienst
  • Untersuchungen zu den möglichen verkehrlichen Auswirkungen

TU Braunschweig - Institut für Regelungstechnik

Die beiden Kerngebiete der Arbeitsgruppe Elektronische Fahrzeugsysteme des Instituts für Regelungstechnik an der TU Braunschweig sind das Automatisierte Fahren und die Fahrzeugsystemtechnik.

In der Forschungsgruppe Autonomes Fahren/Fahrerassistenz untersuchen wir, welche Fähigkeiten Fahrzeuge benötigen, um erfolgreich am öffentlichen Straßenverkehr mit menschlichen und technischen Fahrern teilzunehmen. Dabei interessieren uns geeignete Wahrnehmungsalgorithmen ebenso wie Formen der internen Wissensrepräsentation, Methoden der Steuerungs- und Regelungstechnik und Testverfahren und Testwerkzeuge (z. B. Unterbeauftragung in UR:BAN Kognitive Assistenz). Im internen Leadprojekt Stadtpilot, fahren wir mit unserem Versuchsträger automatisiert auf dem Braunschweiger Stadtring. Dadurch können wir seit 2010 Erfahrungen mit dem automatisierten Betrieb von Fahrzeugen in städtischer Umgebung sammeln.

Das Kraftfahrzeug als System betrachten wir in der Gruppe Fahrzeugsystemtechnik und erforschen neue Werkzeuge und Prozesse zu Entwicklung, Test und Diagnose von elektronischen Fahrzeugsystemen (z. B. BMWi-Projekt aFAS, Forschungsfahrzeug MOBILE, DFG-Projekt CCC). Für verschiedene Anwendungen werden Simulationen entworfen und weiterentwickelt, die von Model-in-the-Loop (MIL) über Software-in-the-Loop (SIL), Hardware-in-the-Loop (HIL) bis zu Vehicle-in-the-Loop (VIL) reichen.


ZF TRW

2015 wurde TRW Automotive durch den globalen Zulieferer der Automobilbranche ZF Friedrichshafen AG übernommen. ZF TRW ist nun eine Division der Muttergesellschaft, mit ihrem Hauptstandort in Livonia, Michigan.

ZF TRW ist ein Entwicklungs- und Herstellungsunternehmen aktiver und passiver Sicherheitssysteme. Die Grundlage von ZF TRWs Erfolg besteht in der konsequenten Ausrichtung auf bessere Technologien mit der höchsten Qualität, die weltweit zu finden ist. ZF TRW hat das umfangreichste Portfolio an aktiven und passiven Sicherheitssystemen von allen Zulieferern. Rund 90 % des ZF TRW Geschäftvolumens hängen direkt oder indirekt mit Sicherheit zusammen. Das Unternehmen beliefert über 40 große Fahrzeughersteller, mehr als 250 Fahrzeugtypen werden weltweit mit Komponenten von ZF TRW ausgerüstet.

Die Welt der Automobilsicherheit ist rapiden Wandlungen unterworfen, da die Annäherungen zwischen aktiven und passiven Sicherheitssystemen sich zur Grundlage für automatisierte Fahrfunktionen entwickelt. ZF TRW ist bereits mit zahlreichen Sensoren und Funktionen für assistiertes Fahren in den großen Märkten der Welt etabliert, zum Beispiel adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Tote-Winkel-Erkennung, Spurwechselassistent sowie Notbremsassistent und Kollisionsminderung. Die hier erworbene Expertise wird in der Entwicklung von teil- und vollautomatisierten Fahrfunktionen gebündelt und ermöglicht es ZF TRW die im aFAS Konsortium benötigte redundante, vorwärtsgerichte Umfeldwahrnehmung aus einer Kamera und drei Radaren zu entwickeln.


WABCO

WABCO ist ein weltweit führender Zulieferer von Technologien und Steuersystemen für die Sicherheit und Effizienz von Nutzfahrzeugen.

Federführend in der Entwicklung von Technologien für Brems-, Stabilitäts-, und automatisierte Antriebssysteme für Lkw-, Anhänger- und Bushersteller weltweit, reicht das Portfolio des Unternehmens zu aktiven Sicherheitssystemen von Lösungen für die Integration von konventionellen Anti-Blockier-Systemen (ABS)  bis hin zu fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen.

1869 von George Westinghouse, dem Erfinder der Druckluftbremse, als die Westinghouse Air Brake Company (WABCO) gegründet, leistet das Unternehmen seither erfolgreiche Pionierarbeit in Sachen Fahrzeugregel- und Bremstechnologie für die Nutzfahrzeugindustrie wie zum Beispiel:

  • 1981 – Erstes Anti-Blockier-System für Nutzfahrzeuge (ABS)
  • 1996 – Erstes elektronisches Bremssystem (EBS)
  • 2001 – Erste elektronische Stabilitätssteuerung (ESC)
  • 2007 – Erstes Kollisionswarn- und -minderungssystem mit aktiver Einbremsung (CMS)
  • 2008 – Erstes autonomes Not-Bremssystem (AEBS)
  • 2012 – Erstes standardisiertes elektronisches Bremssystem (EBS) für Lastkraftwagen und Busse mit Hybridantrieb
  • 2014 – Erste modulare Bremssystem-Plattform (mBSP™) 

„Gern bringen wir unsere Expertise in Sachen Bremssystem und Systemintegration in dieses interessante Innovationsprojekt ein, um damit sowohl einen Forschungsbeitrag zu einem konkreten Anwendungsfall für das ,Autonome Fahren‘ zu leisten, als auch die Sicherheit auf den Straßen der Zukunft signifikant zu verbessern,“ sagt Ralph-Carsten Lülfing, WABCO Projektleiter aFAS und Chief Engineer Innovation & Future Trends.


Robert Bosch Automotive Steering GmbH

Im Rahmen des aFAS-Projektes erarbeitet Bosch Automotive Steering die zukünftigen Anforderungen für mechatronische Nkw-Lenksysteme und erforscht die Auswirkungen auf Komponenten, Schnittstellen und Fahrzeuginfrastruktur. Die Grundlagenentwicklung von Lenksystemen für das hoch- und vollautomatisierte Fahren, steht dabei im Vordergrund.

Wir gehören zu den weltweit führenden Automobilzulieferern für Lenkungstechnik. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben innovative Lenksysteme, Lenksäulen und Lenkungspumpen für Personenkraftwagen (Pkw) und Nutzkraftwagen (Nkw).

Wir schaffen mit unseren innovativen und marktgerechten Problemlösungen höchster Qualität einen Mehrwert für unsere Kunden und Mitarbeiter. In allem, was wir tun, wollen wir zu den Besten gehören.

Unser Hauptsitz befindet sich Schwäbisch Gmünd. Hier arbeiten über 6.000 Mitarbeiter/innen. In Deutschland gibt es außerdem Werke in Berlin, Bietigheim und Bremen. Weltweit beschäftigen wir über 14.000 Mitarbeiter an 20 Standorten in acht Ländern.

1999 wurde das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH von der Robert Bosch GmbH und der ZF Friedrichshafen AG gegründet. Am 30. Januar 2015 vollzog Bosch die komplette Übernahme. Seit 11. März 2015 firmieren wir unter Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Innerhalb der Bosch-Gruppe gehören wir zum Unternehmensbereich Mobility Solutions.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 nach vorläufigen Zahlen mit 41,7 Milliarden Euro 60 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Techno-logieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssys-teme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches ‚ Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.


MAN Truck & Bus AG

MAN Truck & Bus ist einer der führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller und Anbieter von Transportlösungen mit jährlich rund 9 Milliarden Euro Umsatz (2015). Das Produktportfolio umfasst Lkw, Busse und Dieselmotoren sowie Dienstleistungen rund um Personenbeförderung und Gütertransport. MAN Truck & Bus beschäftigt weltweit mehr als 35 500 Mitarbeiter.

Ein wichtiges Themengebiet der aktuellen Forschung ist das automatisierte Fahren von Nutzfahrzeugen. MAN ist auf diesem Gebiet seit Jahren erfolgreich. Als jüngstes Beispiel ist die elektronisch gekoppelte Fahrt zweier MAN LKWs von München nach Rotterdam im Rahmen der European Truck Platooning Challenge im April diesen Jahres anzuführen. Diese Erfahrung bringt MAN in das Projekt ein und hat die Verantwortung für die Realisierung des Gesamtfahrzeugs.

Im Projekt aFAS entwickelt MAN in Zusammenarbeit mit den technischen Projektpartnern das automatisiert fahrende Absicherungsfahrzeug. MAN ist für die Themen Fahrfunktion, Funkkommunikation, HMI und Gesamtfahrzeug verantwortlich.


Hessen Mobil

Mobilität ist die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement arbeitet deshalb täglich für ein leistungsstarkes und zukunftsfähiges Verkehrssystem, das auf die Vernetzung aller Verkehrsträger, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit setzt. Wir planen, bauen, unterhalten und managen daher Hessens gesamtes außerörtliches Straßennetz – von der Kreisstraße bis zur Bundesautobahn. Kurzum: Wir sichern Mobilität in Hessen – jetzt und in Zukunft.

Über 53 Millionen Passagiere pro Jahr am Rhein-Main-Flughafen, 350.000 Reisende täglich auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, mehr als 335.000 Fahrzeuge pro Tag am Autobahnkreuz Frankfurt – und dies mit steigender Tendenz: Hessen ist aufgrund seiner zentralen Lage in Europa eine der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben des Kontinents. Es liegt in unser aller Interesse, dass daraus kein Engpass wird. Deshalb gilt es, den vorhandenen Verkehrsraum noch intelligenter und effizienter zu nutzen. Hessen Mobil sorgt dafür: mit zwölf leistungsstarken Standorten, der Verkehrszentrale Hessen und insgesamt 60 Straßen- und Autobahnmeistereien. Unser Ziel:  einen reibungslosen Betrieb und Verkehrsablauf für alle Verkehrsteilnehmer garantieren.

Das Projekt aFAS hat aus Sicht von Hessen Mobil als höchste Priorität den Schutz der Mitarbeiter des Straßenbetriebsdienstes. Bereits durch die Entwicklung eines als bundesweit vorbildlich geltenden Baustellenmanagements hat Hessen Mobil durch definierte Arbeitsabläufe viel zum Schutz der Mitarbeiter beigetragen und zusätzlich die Auswirkungen auf den Verkehr und somit die Verkehrssicherheit erhöht.

Durch die enge Zusammenarbeit der Abteilungen Verkehr und Betrieb wird bei der Entwicklung des fahrerlosen Absicherungsfahrzeuges auf die Benutzerfreundlichkeit für das Betriebsdienstpersonal eingegangen. Die Erfahrungen des Betriebsdienstes dienen zudem der Ausarbeitung des funktionalen Sicherheitskonzeptes, das als Grundlage für die Erarbeitung der Genehmigung für den Erprobungsbetrieb dient. Vertrauen und Verantwortung, Transparenz und Zuverlässigkeit, Dialogfähigkeit und Konstanz, Fachkompetenz und Effizienz sind wesentliche Voraussetzungen einer guten und langfristig erfolgreichen Zusammenarbeit. Hessen Mobil setzt diese Philosophie jeden Tag für Sie um.